Bevor ich mich in die Osterfeiertage verdrücke, noch kurz ein paar Hinweise zu den Stücken, die ich mir heuer für die kommenden Feiertage vorgenommen habe:
Am
Karfreitag (und evtl. auch noch am
Karsamstag) auf jeden Fall eine
Bach-Passion, das muss einfach sein! Nachdem ich in den vergangenen Wochen ja schon die ein oder andere Passionsmusik angehört habe (z. B. die
Brockes-Passion von Telemann), ist - wie in den meisten Vorjahren - am Karfreitag selber dann auch mal wieder Bach angesagt.
Ich schwanke noch zwischen einer Aufnahme der
Matthäus-Passion, die während eines Konzerts im März 2007 in der
Bonner Beethovenhalle mitgeschnitten wurde, bei dem ich mitzusingen die Gelegenheit hatte. Bisher hatte ich noch nicht wirklich die Muße, mir diesen Konzertmitschnitt mal in Gänze und wirklich in Ruhe anzuhören.

Außerdem liebäugle ich mal wieder mit meiner Lieblingsaufnahme der
Johannes-Passion - eine Produktion aus den 1960er Jahren (also interpretations-technisch nicht mehr ganz so taufrisch, dafür aber wirklich superb im Klang!), in der
Fritz Wunderlich den Evangelisten-Part und
Dietrich Fischer-Dieskau die Christus-Worte übernommen haben. Zwei meiner Lieblingssänger in einer Aufnahme vereint (Dirgent ist
Karl Forster) - das allein macht schon den Reiz dieser ansonsten wunderbar dramatisch und fast opernhaft ausgefallenen Passions-Einspielung aus! Als bekennender
Karl Richter-Fan bin ich den Klang von
Bach-Interpretationen aus der Zeit der 1960er Jahre ja eh gewohnt, der manchem Fan der moderneren, "historisch informierten"
Bach-Interpretationen immer wieder in lustvollem Grausen die Haare zu Berge stehen lässt *grins*

Am
Ostersonntag dann habe ich meist das meiner Meinung nach leider viel zu kurz geratene
Osteroratorium von
Bach angehört (das auch in puncto Bekanntheit meilenweit hinter den beiden oben erwähnten Passions-vertonungen zurücksteht!). Zu schade, dass
Bach kein gleichwertiges österliches Gegenstück zu seinen beeindruckenden Passionsmusiken und dem
Weihnachtsoratorium komponiert hat!
Ich habe eine ältere Aufnahme unter der Leitung von
Karl Münchinger (allerdings noch mit anderem Cover als das hier abgebildete) und seit ca. 2 Jahren ergänzend auch eine neuere Einspielung unter
Philippe Herreweghe - mal schauen, für welche ich mich spontan entscheiden werde.


Eine echte Alternative zum Bach'schen
Osteroratorium stellt für mich nun schon seit ein paar Jahren das italienisch-sprachige
Händel-Oratorium
"La Resurrezione" ("Die Auferstehung") dar, das während seines Italienaufenthalts entstand.
Händel war damals gerade mal Anfang 20 und aus dieser Perspektive finde ich seine Leistung (also die Komposition dieses Oratoriums) wirklich ganz beachtlich - ein tolles, farbiges und sehr abwechslungsreiches Werk, das ich in der energiegeladenen Aufnahme mit den
Musiciens du Louvre (Leitung
Marc Minkowski) besitze und nun schon seit mehreren Jahren regelmäßig zur Osterzeit mit großem Vergnügen genieße...!
In diesem Sinne: Allen Lesern ein frohes und musikalisches Osterfest!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen